Hoimatstond-Abende

Sie wollen einen Kleinkunstabend „Hoimatstond“ veranstalten?

Alle Infos dazu können Sie sich hier herunterladen (pdf-Datei). Senden Sie einfach Ihren Terminvorschlag an juergen.kunz@sueviaverlag.de oder rufen Sie mich unter meiner Mobilnummer: 0171-6501679 an. Ich freue mich auf Sie und verspreche Ihnen ein rund zweistündiges, unterhaltsames Programm mit einem schwäbischen Mehrwert für Ihre Gäste.

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Über die kabarettistische Premiere der „Hoimatstond“ berichtete die Bietigheimer Zeitung am 30. April 2013:
Jürgen Kunz stellt in der Kelter in Erligheim sein Buch „Hoimatstond“ vor

Für Jürgen Kunz ist es eine Gnade, als Schwabe geboren zu sein. Das wurde bei der Präsentation seines Buches „Hoimatstond“ in der Vorderen Kelter in Erligheim mehr als deutlich.


Autor: GABRIELE SZCZEGULSKI | 30.04.2013


Es war mehr als nur eine Lesung: Die Buchpräsentation des Erligheimer Journalisten und BZ-Redakteurs Jürgen Kunz war eine Lehrstunde in schwäbischer Haltung, angereichert mit kabarettistischen Einlagen. Die Besucher, die zahlreich gekommen waren, hatten viel zu lachen, das war das Verdienst von Jürgen Kunz Texten, aber auch seiner trockenen Art, sie vorzutragen. In allererster Linie war es aber ein Kampf für die Anerkennung des Schwäbischen und gegen Diskriminierung. Kunz brach eine Lanze für den Dialekt.

Die kleine Bühne in der Erligheimer Vorderen Kelter – Heimvorteil für Kunz – war übersät mit Blättern: „Die Themen liegen für einen Journalisten auf der Straße, man muss sie nur aufheben“, sagte Kunz, der damit sofort mitten im Thema war und kräftig Ideen aufhob: Es ging um den Schwaben und seine Besonderheiten – und die waren abendfüllend. Das Buch, so Kunz, hätte er schreiben müssen, um einmal nicht der Vergessenheit anheim zu fallen, wie das die Artikel in einer Tageszeitung tun.

Das Publikum konnte gar nicht genug bekommen von den Schwabenstreichen des Journalisten und drängte immer wieder auf mehr. Die kleinen Anekdoten aus dem Buch „Hoimatstond“ – von Wolle Kriwanek über die Security-Männer in der neuen Bietigheimer Eisarena und eine Ode an die Maultaschen hin zu den typisch schwäbischen Streuobstwiesen – waren unterhaltsam und in einer Sprache, die den Humor zum Klingen bringt.

Daneben hatte Kunz aber jede Menge Kurzweil durch kleine Moderationen und Wissenswertem über den Schwaben an sich parat, was die Lesung zur kabarettistischen Kleinkunst erhöhte.

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Höhepunkt des Abends war der von Jürgen Kunz erfundene Schwabometer, der misst, wie viel Schwabe in einem Menschen steckt. Dafür musste der „geneigte Zuhörer, vor allem die „Rei“gschmeckte“ zuerst mal übersetzen. Was ein „Hibbele“ ist, das konnten viele der Anwesenden sagen: ein Pickel. Auch ein Hägger wurde noch als Schluckauf erkannt. Die ersten Schwierigkeiten kamen bei „Badenga“. Nur eine Zuschauerin wusste, dass es sich hierbei um eine Schlüsselblume handelt. Oder Angerscha: Zuckerrüben wusste keiner. In der Pause konnten anhand des „Hoimatstond-Frageboga“ die schwäbischen Kenntnisse abgefragt werden. Beim Schwabometer-Test war Jürgen Kunz denn doch zufrieden mit dem Publikum und so gab es einige Viertele als Belohnung.

Kritik am schwäbischen Sein erfahren die Schwaben meist wegen ihrer Art, eine Stunde der Uhrzeit aufzuteilen. Kunz erklärte genau, warum diese Zeitrechnung aber logisch ist und beschrieb das Prinzip anhand eines Glases Wasser: Ein volles Glas ist acht Uhr, ein leeres Glas sieben Uhr. Ein dreiviertel volles Glas ist bei den Schwaben dreiviertel acht Uhr (7.45 Uhr), ein viertel volles Glas wäre viertel acht. „Keiner sagt doch auch Viertel nach leer sondern viertelvoll“, so Kunz.

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